02 | 08 | 2014

Herzlich Willkommen auf der Seite von EU Kids Online - Germany

Wie nutzen Kinder und Jugendliche in Europa das Internet, welchen Risiken und Chancen begegnen sie und wie gehen sie mit ihnen um? Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts EU Kids Online, das Anfang 2006 von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet Plus Programms bewilligt wurde. Hierbei handelt es sich um eine internationale Vernetzungsinitiative, die europaweit verfügbare Daten zur Mediennutzung von Kindern Medien bündelt, internationalen Kooperationspartnern zur Verfügung stellt und auf dieser Basis Forschungsbedarfe identifiziert. Derzeit sind 32 europäische Länder an dieser Initiative beteiligt.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme in der ersten Projektphase (2006-2009) startete im Juni 2009 das Folgeprojekt EU Kids Online II, in dem eine europaweite Repräsentativbefragung zur sicheren Internetnutzung von Heranwachsenden durchgeführt wurde. Hierbei wurden 25.000 9- bis 16-Jährige und deren Eltern aus 25 europäischen Ländern befragt. Der Endbericht wurde Ende September 2011 veröffentlicht.

Seit November 2011 wird das Projekt in einer dritten Phase fortgesetzt. In diesem Projektabschnitt wird zum einen die in EU Kids Online I angelegte Datenbank mit Studien zur Onlinenutzung von Kindern in Europa aktualisiert und erweitert, zum anderen werden die Daten aus der europaweiten Repräsentativbefragung vertiefend ausgewertet. Darüber hinaus werden in ausgewählten Ländern qualitative Interviews zum Risikoverständnis von Kindern durchgeführt.

 

Diese Website bildet den deutschen Knotenpunkt im Rahmen des Projektnetzwerkes und dient in erster Linie dem Transfer von Ergebnissen aus dem Gesamtprojekt. Koordiniert wird das Projekt auf deutscher Ebene vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg. Die offizielle englischsprachige Projekt-Homepage findet sich unter der Adresse www.eukidsonline.net.

Wir freuen uns über Hinweise auf interessante Aktivitäten, Studien und Publikationen zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen.



 

 

JFF-Materialien: "Online-Werbung mit Jugendlichen zum Thema machen"

Titelbild der Materialien "Online-Werbung mit Jugendlichen zum Thema machen"    

Um Jugendliche besser auf Herausforderungen in Bezug auf Online-Werbung vorzubereiten hat das JFF (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis) Materialien für die pädagogische Arbeit in der Verbraucherbildung veröffentlicht. Thematisiert werden beispielsweise die in kommerziellen Angeboten enthaltenen und mitunter komplizierten Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), neue spezifische Werbeformen im Social Web sowie die Auswertung persönlicher Informationen für personalisierte Werbung. Die Materialien für die pädagogische Arbeit in der Verbraucherbildung rund um das Social Web können heruntergeladen und kostenfrei bestellt werden.

 

Quelle: http://www.jff.de/jff/aktivitaeten/forschung/artikel/art/materialien-online-werbung-mit-jugendlichen-zum-thema-machen/

BITKOM-Studie "Kinder und Jugend 3.0"

Für die BITKOM-Studie "Kinder und Jugend 3.0" wurden 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Neben dem allgemeinen Nutzungsverhalten (insbesondere von Onlinemedien), zeigt die Studie Unterschiede in der Mediennutzung zwischen den verschiedenen Altersklassen auf. Abschließend werden Tipps zusammengefasst, wie Erwachsene Kindern in der "digitalen Welt" helfen können.

Zentrale Ergebnisse im Überblick (Auszug aus der Pressekonferenz vom 28. April 2014):

  • Das Internet gehört für die meisten Kinder ab 8 Jahren zum Alltag. Mit 10 Jahren sind (fast) alle online.
  • Das Smartphone ist für Jugendliche ab 12 Jahren das zentrale Kommunikationsgerät.
  • Online-Medien ergänzen Offline-Medien, ersetzen sie aber erst langfristig.
  • Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit etwa 12 Jahren: Kommunizieren und informieren wichtiger als Selbstdarstellung.
  • Bewusster Umgang mit Inhalten / Privatsphäre
  • Die meisten Eltern unterstützen ihre Kinder. Aber: signifikanter Anteil, der überfordert ist.

Quelle: http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_PK_Kinder_und_Jugend_3_0.pdf

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf der BITKOM-Homepage.

DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

Unter dem Titel „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt“ untersuchte das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) das Nutzungsverhalten digitaler Medien von 9- bis 24-Jährigen. Ziel sei es gewesen, „Denk- und Handlungslogiken von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ zu untersuchen und dabei nicht nur Nutzungsarten und –gewohnheiten abzufragen, sondern „das zugrundeliegende Wertegerüst“ zu ermitteln, sowie „Nutzungstrends vor dem Hintergrund der Lebenswelten“ zu erklären.

Auszug zu zentralen Ergebnissen aus dem Vorwort der Studie:

  • 98 Prozent der 14- bis 24-Jährigen nutzen das Internet. In der Gesamtbevölkerung finden sich zum Vergleich 19 Prozent Offliner.
  • Es wird kaum noch zwischen On- und Offline-Zeiten getrennt. Das Smartphone ist der Begleiter für alle Lebenslagen. Damit oder auch zusätzlich mit dem Tablet ist man ständig verfügbar, kann permanent auf diverse Nutzungs-/Kommunikationsmöglichkeiten zugreifen. Ein Leben „ohne“ ist für die meisten nicht mehr vorstellbar.
  • Internet-Nutzung wird mit zunehmendem Alter zum integralen Bestandteil des Alltags. Für Kinder heißt das vor allem Spielen. Der Fokus verschiebt sich allmählich hin zur Dauerkommunikation über Online-Communitys und Messaging-Dienste. Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Kommunikation mit Freunden die wichtigste Facette der Internet-Nutzung geworden.
  • Online zu sein bedeutet nicht für jeden das Gleiche. Die Studie hat sieben verschiedene Internet-Milieus identifiziert. Sie unterscheiden sich entlang ihrer jeweiligen Lebenswelten, ihrer Zugangsweisen zum Netz und ihrer Einstellungen zu Vertrauen und Sicherheit im Internet.
  • Bildungsunterschiede sind auch mit Blick auf die Mediennutzung ein wichtiger Aspekt sozialer Ungleichheit. Die Art und Weise, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Medien nutzen, unterscheidet sich deutlich entlang ihres formalen Bildungsniveaus. In Zeiten, in denen digitale Teilhabe auch gesellschaftliche und soziale Teilhabe bedeutet, kann dies umso fataler sein.
  • Die Bedeutung von Facebook-Freunden wird offensichtlich meist falsch dargestellt. Laut unserer Studie unterscheiden die Befragten sehr deutlich zwischen Online-Freunden, persönlichen Bekannten und echten engen Freunden.

Quelle: https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-u25-studie-kinder-jugendliche-und-junge-erwachsene-in-der-digitalen-welt/

Die komplette Studie finden Sie auf der Homepage des DIVSI (pdf, 179 Seiten).

Internetkompetenz für Eltern

Medien durchdringen heute alle Lebensbereiche, auch die von Kindern und Jugendlichen, und sind damit zu einer wesentlichen Sozialisationsinstanz geworden. Während sich Kinder und Jugendliche vielfach schnell mit der Nutzung von neuen Geräten und deren Möglichkeiten vertraut machen, stehen Erwachsene diesen Techniken nicht selten ratlos gegenüber. Besonders Eltern sind hinsichtlich der Medienerziehung ihrer Kinder oft verunsichert und sehen sich alltäglich mit Fragen zu Zeitvorgaben, Altersempfehlungen oder kindgerechten Webseiten konfrontiert. Dabei stellen Eltern die ersten Weichen dafür, wie ihre Kinder mit Medien umgehen.

Um den diesbezüglich gestiegenen Beratungsbedarf bei Eltern aufzugreifen, hat die EU-Initiative klicksafe gemeinsam mit dem Internet-ABC und der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) Materialien zum Thema „Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten“ entwickelt. Diese bestehen aus einem Eltern-Leitfaden und Referenten-Hinweisen. 2014 sind diese in vollständig aktualisierter und erweiterter Version und erstmalig auch als Printausgabe erschienen.

Die Materialien wurden so aufbereitet, dass sie sich vor allem an Eltern richten, die Interesse haben, sich mit Fragen der Medienerziehung auseinander zu setzen und Orientierung für den Umgang mit dem Internet in der Familie suchen. Die Inhalte liefern jedoch auch für Pädagogen und Fachkräfte, die im Arbeitsalltag mit Kindern- und Jugendlichen bzw. deren Eltern zu tun haben, wertvolle Informationen und Hinweise zur Weitergabe.

 Quelle: http://www.klicksafe.de/service/elternarbeit/materialien-elternkurs/

Internetleitfaden für Jugendliche

Pressemitteilung von Google Deutschland

Berlin/Köln, 1. April 2014 – Klicksafe, Google und Unitymedia KabelBW haben am Montag in Berlin das Lernheft „Das Web, wie wir’s uns wünschen“ vorgestellt. Das Handbuch richtet sich an 13- bis 16-jährige Jugendliche und orientiert sich an ihren Bedürfnissen und Vorlieben rund um das Thema Internet. Das Lernheft enthält Tipps und Übungen, unter anderem zu Themen wie digitale Spuren, Online-Reputation sowie Rechte und Pflichten in der digitalen Welt. Der in acht Sprachen erschienene Leitfaden ist das Ergebnis eines europaweiten Kooperationsprojektes von European Schoolnet, Insafe, Google und Liberty Global und wurde gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Die deutsche Broschüre ist kostenlos im Internet abrufbar unter http://webwewant.eu/files/2014/01/Handbook_DE.pdf.

Anlässlich der Veröffentlichung der deutschsprachigen Broschüre diskutierten Jugendliche mit Medienexperten Aspekte der digitalen Mediennutzung und Kompetenzförderung. Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Kompetent nutzen und souverän gestalten – Wie unterstützen Schule, Politik und Unternehmen Jugendliche als Akteure und Kreateure digitaler Medien“: Jacqueline Kraege, Chefin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Christina Schwarzer, MdB, Mitglied der Ausschüsse Digitale Agenda und Familie sowie Frauen, Senioren und Jugend, Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt und Koordinator des Fachausschusses „Medienkompetenz, Bürgermedien und Jugendschutz“ und stellvertretender Vorsitzender der DLM, Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Jugendschutz und Medienkompetenz Google Deutschland, und Dr. Wolf Osthaus, Senior Vice President Regulatory & Public Policy Unitymedia KabelBW.

Quelle: http://googlepressde.blogspot.de/2014/04/das-web-wie-wirs-uns-wunschen-klicksafe.html

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Veröffentlichungen

Livingstone, S., Haddon, L., & Görzig, A. (eds) (2012).  Children, risk and safety on the internet: Kids online in comparative perspective. Bristol: The Policy Press.

Livingstone, S., & Haddon, L. (eds) (2009). Kids online. Opportunities and risks for children. Bristol: The Policy Press.