23 | 11 | 2014

Herzlich Willkommen auf der Seite von EU Kids Online - Germany

Wie nutzen Kinder und Jugendliche in Europa das Internet, welchen Risiken und Chancen begegnen sie und wie gehen sie mit ihnen um? Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern?

Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts EU Kids Online, das Anfang 2006 von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet Plus Programms bewilligt wurde. Hierbei handelt es sich um eine internationale Vernetzungsinitiative, die europaweit verfügbare Daten zur Mediennutzung von Kindern Medien bündelt, internationalen Kooperationspartnern zur Verfügung stellt und auf dieser Basis Forschungsbedarfe identifiziert. Derzeit sind 32 europäische Länder an dieser Initiative beteiligt.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme in der ersten Projektphase (2006-2009) startete im Juni 2009 das Folgeprojekt EU Kids Online II, in dem eine europaweite Repräsentativbefragung zur sicheren Internetnutzung von Heranwachsenden durchgeführt wurde. Hierbei wurden 25.000 9- bis 16-Jährige und deren Eltern aus 25 europäischen Ländern befragt. Der Endbericht wurde Ende September 2011 veröffentlicht.

Seit November 2011 wird das Projekt in einer dritten Phase fortgesetzt. In diesem Projektabschnitt wird zum einen die in EU Kids Online I angelegte Datenbank mit Studien zur Onlinenutzung von Kindern in Europa aktualisiert und erweitert, zum anderen werden die Daten aus der europaweiten Repräsentativbefragung vertiefend ausgewertet. Darüber hinaus werden in ausgewählten Ländern qualitative Interviews zum Risikoverständnis von Kindern durchgeführt.

 

Diese Website bildet den deutschen Knotenpunkt im Rahmen des Projektnetzwerkes und dient in erster Linie dem Transfer von Ergebnissen aus dem Gesamtprojekt. Koordiniert wird das Projekt auf deutscher Ebene vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg. Die offizielle englischsprachige Projekt-Homepage findet sich unter der Adresse www.eukidsonline.net.

Wir freuen uns über Hinweise auf interessante Aktivitäten, Studien und Publikationen zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen.



 

 

Net Children Go Mobile - Final Report

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Im Final Report des Net Children Go Mobile-Projekts werden sowohl quantitative als auch qualitative Ergebnisse zur Internetnutzung von Kindern präsentiert. Auf der einen Seite wird die Internetnutzung mobiler und "persönlicher". Kinder sind in der Lage unterwegs zu kommunizieren, Informationen abzurufen und ihren Interessen auf vielfältigen Wegen online nachzukommen. Ihre Kompetenzen im digitalen Bereich und in Sicherheitsfragen nehmen genauso wie ihre kommunikativen Fähigkeiten zu und sie fühlen sich dank ihrer Smartphones besser mit ihren Freunden verbunden (81% der befragten Kinder geben dies an).

Auf der anderen Seite haben drei von vier Kindern (72%) das Gefühl, ständig für ihre Freunde erreichbar sein zu müssen und 50% geben an, dass sie ein starkes Bedürfnis verspüren ihre Smartphones regelmäßig nach Neuigkeiten bzw. Nachrichten zu "checken".

Ausführlichere Informationen zum Thema finden sich im Final Report (pdf, englisch, 54 Seiten), in einer kompakten Infografik sowie auf der Homepage von Net Children Go Mobile.

EU Kids Online zieht Bilanz

Zum Abschluss der dritten Projektphase hat das europäische Forschungsnetzwerk EU Kids Online einen interaktiven Bericht mit den wichtigsten Befunden zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen und den damit verbundenen Chancen und Risiken veröffentlicht. Künftig wird das Hans-Bredow-Institut, das von Beginn an als deutscher Projektpartner an dem Netzwerk mitgewirkt hat, die Koordination übernehmen.

 

TK-Studie: "Jugend 3.0 - abgetaucht nach Digitalien?"

Für die Studie „Jugend 3.0 – abgetaucht nach Digitalien?“ der Techniker Krankenkasse wurden 1000 deutschsprachige Eltern mit Kindern zwischen 12 und 17 Jahren zum Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder befragt. Untersucht wurde unter anderem, wie Jugendliche mit digitalen Medien ausgestattet sind, wie sie Computer, Internet und Smartphone nutzen und welche Auswirkungen dies auf ihren Alltag hat. Zudem wurden die Eltern gefragt, wie sie das Nutzungsverhalten ihrer Kinder bewerten und begleiten.

Auszug aus den Studienergebnissen:

  • Vier von fünf Jugendlichen besitzen ein Smartphone. 18 Prozent haben ein Handy ohne Internet. Spätestens mit 16 Jahren liegt die Handyquote bei 100 Prozent, davon haben 90 Prozent ein Smartphone.
  • Je älter die Jugendlichen, desto kritischer betrachten die Erziehungsberechtigten das Netzverhalten. Während die Eltern von 12- bis 13-jährigen Kindern noch zu 60 Prozent angeben, dass die Zeit die ihr Kind im Internet verbringt "völlig in Ordnung" sei, sind es bei 16- bis 17-jährigen Jugendlichen nur noch 38 Prozent.
  • Sechs von zehn Eltern sind der Meinung, dass die sozialen Netzwerke wichtiges Kontaktmedium sind. Gleichzeitig hat aber auch jeder zweite Elternteil Angst vor Cybermobbing und Abzocke im Internet. 40 Prozent befürchten, dass ihr Kind sich im Internet nicht altersgerechte Inhalte wie Gewalt- und Sexdarstellungen ansieht.
  • In 30 Prozent der Familien gibt es keine Absprachen, auf welchen Seiten das Kind im Netz unterwegs sein darf. Ein Drittel der Eltern nutzt technische Hilfsmittel, die den Onlinekonsum des Nachwuches begrenzen und bestimmte Seiten blockieren.
  • 23 Prozent der Eltern geben zu, nicht zu wissen, was das Kind im Internet macht und jeder vierte Elternteil räumt ein, sich eigentlich mehr darum kümmern zu müssen.

Quelle: http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/657918/Datei/129096/TK-Broschuere-Medienkompetenz.pdf

Die TK-Studie „Jugend 3.0 – abgetaucht nach Digitalien?“ kann hier heruntergeladen werden (pdf, 24 Seiten).

EU Kids Online Newsletter September 2014

Diverse Hinweise auf Berichte, Veranstaltungen, Präsentationen, Bücher, Videos und einiges mehr rund um EU Kids Online findet sich im aktuellen EU Kids Online-Newsletter - hier als pdf (2 Seiten, englischsprachig) verfügbar!

Weitere Informationen und News zum EU Kids Online-Projekt finden Sie wie immer auch auf der englischsprachigen Website der LSE.

YouTube Video zum EU Kids Online "In their own Words"-Report

In diesem YouTube Video gibt Sonia Livingstone einen kurzen Überblick über die im "In their own Words"-Report gesammelten Themen und Erkenntnisse:

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Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=DUIcGw9EwLA

Den englischsprachigen Report "In their own words: What bothers children online?" können Sie hier herunterladen (pdf, 20 Seiten).

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Veröffentlichungen

Livingstone, S., Haddon, L., & Görzig, A. (eds) (2012).  Children, risk and safety on the internet: Kids online in comparative perspective. Bristol: The Policy Press.

Livingstone, S., & Haddon, L. (eds) (2009). Kids online. Opportunities and risks for children. Bristol: The Policy Press.