|
|
EU Kids Online Ein europäischer Forschungsverbund zum sicheren Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet
Die Nutzung und der sichere Umgang mit neuen Medien stehen im Mittelpunkt des EU-Projekts "EU Kids Online". Ingesamt 21 Nationen bilden einen Forschungsverbund, der für ganz Europa Daten zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen sammeln und zusammenführen, die jeweiligen Befunde vergleichend auswerten und im Hinblick auf Maßnahmen zur Förderung des sicheren Umgangs mit dem Internet interpretieren soll. Die Koordination des Forschungsnetzwerkes liegt bei Prof. Dr. Sonia Livingstone und Dr. Leslie Haddon von der London School of Economics and Political Science (LSE).
Das gemeinsame Arbeitsprogramm umfasst folgende Fragen:
Welche Daten und Befunde über den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern liegen in den einzelnen Ländern vor? Welche Erkenntnisse gibt es speziell zur Frage des sicheren Umgangs mit dem Internet und anderen Online-Medien?
Welche Forschungsstrategien im Hinblick auf den sicheren Umgang mit dem Internet sind in den einzelnen Ländern zu beobachten? Welche Fragen stehen im Vordergrund, welche werden vernachlässigt? Was kann daraus für künftige Forschungsstrategien gelernt werden?
Wie lassen sich die vorliegenden Befunde international vergleichend interpretieren? Welche Gemeinsamkeiten und Besonderheiten lassen sich herausarbeiten?
Welche Schlussfolgerungen sind angesichts des internationalen Forschungsstands im Hinblick auf Maßnahmen seitens der Medienregulierung, der Anbieter und der Medienpädagogik zu ziehen?
Wesentliches Ziel des Gesamtvorhabens ist der möglichst umfassende und nachhaltige Transfer der gewonnenen Erkenntnisse an die Öffentlichkeit, die Politik, die Medienregulierung, die Medienanbieter und die Medienpädagogik.
Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt 36 Monate und endet 2009.
|
|
EU Kids Online - Germany
Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung hat im Rahmen dieses Forschungsverbundes die Aufgabe übernommen, einerseits die in Deutschland verfügbaren Daten und Ergebnisse in das Gesamtprojekt einzubringen, andererseits die Ergebnisse der internationalen Auswertungen an die interessierten Institutionen in Deutschland zu kommunizieren. Zu den konkreten Aufgaben zählen u.a.:
Recherche vorliegender Daten und Befunde sowie von Institutionen und Initiativen im Bereich Safer Internet als Beitrag zur internationalen Datenbank
Analyse der vorliegenden Studien im Hinblick auf erkennbar werdende Forschungsschwerpunkte und vernachlässigte Bereiche
International vergleichende Auswertung der Befunde aus allen beteiligten Ländern; für diesen Untersuchungsbestandteil hat das Institut in dem Forschungsverbund die Koordination und die Federführung für den Abschlussbericht übernommen
Reflexion methodischer Fragen im Hinblick auf die internationale Vergleichbarkeit und Entwicklung von Vorschlägen für angemessene Instrumente für künftige Forschung
Entwicklung von Vorschlägen für Forschungsprojekte sowie für politische Maßnahmen, die der Förderung des sicheren Umgangs mit dem Internet zugute kommen
Aktivitäten zur Vernetzung verschiedener Akteure sowie Beiträge zu gemeinsamen Publikationen und Präsentationen bei Veranstaltungen
Organisation von Workshops, um mit den Vertreterinnen und Vertretern relevanter Initiativen und Institutionen aus Deutschland einen überblick über den Stand der auf die Förderung des sicheren Umgangs mit dem Internet bezogenen Aktivitäten in Deutschland zu erarbeiten bzw. sicherzustellen, dass die in den europäischen Verbund eingebrachten Informationen vollständig und sachgerecht sind
|
|
 |
|
|
Der Projektbeirat für Deutschland
Das Projekt zielt nicht nur auf internationaler, sondern auch auf nationaler Ebene auf Vernetzung. Um diese sicher zu stellen, wird ein Projektbeirat eingerichtet, der das Projekt während seiner gesamten Laufzeit begleitet. Dieser setzt sich zusammen aus Vertreter(inne)n der Institutionen, die das Projekt finanziell unterstützen sowie Wissenschaftler(inne)n und Expert(inn)en, die sich inhaltlich mit dem Themenfeld Kinder und Internet befassen.
Neben der Vernetzung soll der Beirat vor allem den Transfer der Forschungsergebnisse gewährleisten; einerseits des deutschen Wissensstandes in das Gesamtprojekt, andererseits den Transfer der Ergebnisse aus dem Gesamtprojekt an relevante Multiplikatoren in Deutschland.
Beiratsmitglieder
Mechthild Appelhoff, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Dr. Gunnar Bender AOL
Prof. Dr. Burkhard Fuhs Universität Erfurt, Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Mike Cosse, Microsoft Deutschland GmbH
Dr. Gernot Gehrke, Europäisches Zentrum für Medienkompetenz - ecmc GmbH
Prof. Dr. Herbert Kubicek, University of Bremen, Faculty of Mathematics and Computer Science
Prof. Dr. Roland Rosenstock, Ernst-Moritz-Universität Greifswald
Prof. Dr. Helga Theunert, JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
|
|
|