Aktuelle Beispiele wie „Fridays for Future“ machen deutlich: Das Internet bietet Heranwachsenden zahlreiche Möglichkeiten der strategischen Vernetzung und gesellschaftlichen Teilhabe. Inwiefern Kinder und Jugendliche diese Potentiale wahrnehmen und nutzen, wurde in einem Zusatzmodul der aktuellen EU Kids Online-Befragung untersucht.

Prof. Dr. Hasebrink (Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut) fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen:


Den vollständigen Bericht zur Teilstudie „Digitale Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“ finden Sie hier.

Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen nutzt ihr Smartphone „täglich“ oder „fast ständig“. Damit ist sowohl der Anteil der neun- bis 16-jährigen Smartphone-Nutzer, als auch die Dauer ihrer Internetnutzung im Vergleich zur EU Kids Online-Studie von 2010 erheblich gestiegen. In einigen Ländern hat sich die Zeit, die Heranwachsende jeden Tag online verbringen, sogar fast verdoppelt. Trotzdem erhalten viele Kinder bisher wenig Unterstützung und Hinweise für eine sichere Online-Nutzung — weder von Eltern noch von Lehrern oder Freunden. Dabei spielen vor allem Eltern und Freunde als Ansprechpartner bei negativen Online-Erfahrungen eine wichtige Rolle. Lehrer oder Fachkräfte hingegen werden nur selten zu Rate gezogen. Dies sind Ergebnisse der vergleichenden EU Kids Online-Studie, die das Forschungsnetzwerk anlässlich des Safer Internet Days veröffentlicht.

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Unter dem Motto „Together for a better internet“ organisiert Klicksafe am 11. Februar 2020 den Safer Internet Day (SDI). Der SDI findet seit 2004 jährlich statt und hat sich als wichtiger Bestandteil im Kalender all derjenigen etabliert, die sich für Online-Sicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche engagieren.

Für das Sonderheft Children and Media: Emerging Issues der Communications, The European Journal of Communication Research können bis zum 15. März 2020 Abstracts mit einer Länge von bis zu zwei Seiten eingereicht werden. Gesucht werden sowohl theoretische/konzeptionelle als auch empirische Beiträge, die sich zielgruppenspezifisch mit der Mediennutzung Heranwachsender beschäftigen.

Weitere Informationen sind der offiziellen Ankündigung zu entnehmen.

Welche Möglichkeiten bietet das Aufwachsen in digitalen Medienwelten und welchen Risiken begegnen Kinder und Jugendliche im Internet? Die repräsentative Studie von EU Kids Online beantwortet diese Fragen und bietet Einblicke in die Online-Erfahrungen von 9- bis 17-Jährigen in Deutschland. Dafür wurden 1044 Kinder und Jugendliche mit jeweils einem Elternteil zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt.

Den vollständigen Ergebnisbericht finden Sie hier.

Zum dritten Mal gibt die repräsentative Studie, die von sechs Verlagshäusern finanziert wurde, detaillierte Einblicke in die Lebenswelt der vier- bis 13-Jährigen Kinder in Deutschland. Neben den Mediennutzungsgewohnheiten der Kinder und ihrer Positionierung im Feld der digitalen und analogen Welt, wird hier auch die Rolle der Kinder innerhalb der Familie, des Freundeskreises und im schulischen Umfeld untersucht.

Hier geht’s zum Bericht

Die klassische Bildungskonstellation von Lehren, Lernen und Wissen ändert sich durch die Digitalisierung grundlegend. Mit YouTube, als fester und selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags, bringen Jugendliche heute formale und non-formale Bildungswelten zusammen. In einer repräsentativen empirischen Studie vom Rat für Kulturelle Bildung zur YouTube-Nutzung von Jugendlichen unter dem Thema „Digitalisierung und Kulturelle Bildung“ wird diese Entwicklung untersucht.