Die Ergebnisse der deutschen Kids‘ Digital Lives in COVID-19 Times (KiDiCoTi) Befragung wurden veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick, wie Familien in Deutschland die Phase des Lockdowns erlebt haben und inwiefern dies ihre Mediennutzung verändert hat. Die Daten wurden im Sommer 2020 in 15 europäischen Ländern erhoben. Der internationale Bericht wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erscheinen. Zwischenzeitlich kann ein Blick in die Berichte aus Irland und Österreich geworfen werden. 

In der 16. Folge der Podcast-Reihe „Game of Phones“ des Elternratgebers „SCHAU HIN!“ spricht Dr. Judith Ackermann über ihre Forschungen zu Beauty-Standards und die Funktion von Instagram und anderen Plattformen. In der Folge werden die Gestaltungsmöglichkeiten, die die Plattformen anbieten und deren Auswirkungen auf das Selbst, die Bewertung zwischen Peers sowie die Rolle von Influencer*innen näher beleuchtet. Die Podcast-Folge sowie der gesamte Podcast kann hier gehört werden.

Der Kindersender KiKa erweitert vor dem Hintergrund des Lockdowns und den erneuten Schulschließungen ihr Programm- und Online-Angebot. Ab dem 11. Januar sollen Kinder und Familien für drei Wochen durch das Sonderprogramm auf allen KiKa-Plattformen zuhause medial begleitet werden. Neben neuen Wissens- und Geschichtsformaten werden vermehrt Filme zum Entspannen und Tipps zur Beschäftigung ins Programm aufgenommen. Ein Überblick über die Angebote ist hier zu finden. 

Seit 2016 teilen Jugendliche ihre Erfahrungen auf der „Teenage Internetwork Conference: TINCON“ und geben ihr Wissen weiter. Ziel der Konferenz ist es, die digitale Jugendkultur von 13 bis 25-Jährigen in den Vordergrund zu stellen. Hierfür orientiert sich die Zusammensetzung der Themen an den Interessen der Jugendlichen. Jugendliche sind aktiv aufgefordert ihre Themen auf der TINCON 2021 bis zum 20. Januar zu platzieren und die Veranstaltung mitzugestalten. Weitere Informationen sind hier zu finden.

Viele Schüler*innen starten in das neue Jahr mit erneuten Schulschließungen und einer Verlagerung des Unterrichts in ihr Kinderzimmer – wodurch auch ihre Mediennutzung ansteigt. Zuvor gesammelte Erfahrungen werden jetzt als wichtige Orientierungen dienen. Zusätzlich bieten viele Internetseiten Informationsbündel an, um Eltern und ihre Kinder in dieser Zeit zu unterstützen. Die Informationen, die die EU-Initiative klicksafe unter dem Motto #staysafewithklicksafe sammelt, sind hier abrufbar. 

Die Arbeitsgruppe „Kinder-Influencing“, welche aus einer Vielzahl an Personen besteht, die sich mit den Möglichkeiten und Risiken von Online-Medien für Kindern und Jugendliche befassen, hat umfangreiche Handlungsempfehlungen für Familien zum Thema Kinder-Influencing veröffentlicht. Die Empfehlungen sollen Eltern unterstützen ihre Kinder zu begleiten und vor Risiken zu schützen, ohne die Kreativität der jungen Creators auszubremsen. Die Empfehlungen können hier nachgelesen werden. 

In Kooperation mit der TK hat das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. die Folgestudie „Cyberlife III“ zum Thema Cybermobbing durchgeführt. Die Daten geben Aufschluss darüber, wie sich Cybermobbing verändert und wie sich die Corona-Pandemie auf das Verhalten der Jugendlichen auswirkt hat. Es wird sichtbar, dass Cybermobbing ein wachsendes Problem darstellt, sich durch die Umstellung auf  Fernunterricht verstärkt hat und bestehende Präventionsmaßnahmen nicht ausreichen. Die Ergebnisse sind online einsehbar.  

Die Basisuntersuchung zur Medienverhalten von Jugendlichen (12 bis 19 Jahre) JIM, die seit 1998 jährlich Daten erhebt, stand in diesem Jahr, wie vieles, im Lichte der Corona-Pandemie. In diesem Jahr richtete sich demnach ein Fokus auf den Medieneinsatz in der Schule. Weitere Fokusse bilden jugendspezifische Angebote, wie YouTube und die allgemeine Medienausstattung sowie -nutzung der befragten Jugendlichen – hier zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Der vollständige Bericht ist hier abrufbar.

Die repräsentative Studie der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. liefert Einblicke in die Mediennutzung von Jugendlichen im Straßenverkehr. Es wird deutlich, dass nicht alle die Gefahren der Nutzung im Verkehr adäquat einschätzen können. Knapp die Hälfte der Befragten geben zudem an, dass sie durch die Nutzung in „Beinahe-Unfälle“ verwickelt waren. Jedoch wirkt sich ein gesteigerter Informationsstand positiv auf die Gefahrenbewertung aus. Die Ergebnisse können online aufgerufen werden.